Bayreuth/Online. Unter der Fragestellung „Wie können wir die Medizinforschung speziell für Frauen voranbringen?“ tauschten sich Mitte Juni die Mitglieder der FU-Projektgruppen „Familie & Frauen“ sowie „Verbindungen leben – Netzwerke pflegen“ im Rahmen einer Onlineveranstaltung aus. Auch die Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert, die gemeinsam mit Barbara Gerl und Claudia Krüger-Werner eine der Leiterinnen der Projektgruppe ist, nahm an der Videokonferenz teil.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand, warum Frauen in der medizinischen Forschung lange Zeit zu wenig berücksichtigt wurden. Viele medizinische Studien wurden in der Vergangenheit überwiegend mit männlichen Probanden durchgeführt. Dies kann zu Wissenslücken bei der Diagnostik und Behandlung von Frauen führen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, in dem Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert zudem als Parlamentarische Staatssekretärin tätig ist, möchte dieses Thema künftig stärker angehen. Geplant sind eine bessere Beteiligung von Frauen an klinischen Studien, die Förderung weiterer Forschungsprojekte sowie eine gezieltere Datenerhebung. So werden insgesamt rund 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Fördergelder fließen unter anderem in die Erforschung von Erkrankungen wie Demenz, Krebs, Suchterkrankungen und Depressionen. Auch Themen wie Schlafstörungen, Rauchverhalten, Endometriose sowie die Entwicklung neuer Verhütungsmittel für alle Geschlechter werden erforscht. Ziel sei es, Diagnostik, Prävention und Therapie für Frauen weiter zu verbessern und Gesundheitslücken zu schließen.


