Delegationsreise nach Frankreich

Berlin/Marseille. Anfang August reiste Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert im Rahmen ihrer Arbeit als Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt nach Südfrankreich. Neben einem Gespräch mit dem stellvertretenden deutschen Generalkonsul in Marseille, Jörg Grotjohann, stand dabei insbesondere der Besuch des International Thermonuclear Experimental Reactor (ITER) auf dem Programm. ITER ist seit 2007 im französischen Saint-Paul-lez-Durance angesiedelt und gilt als eines der größten wissenschaftlichen Projekte der Welt. Mehrere Staaten arbeiten hier gemeinsam an der Erforschung und Nutzung der Fusion.

Während ihres Besuchs erhielt Dr. Silke Launert mit der Delegation einen Einblick in die Arbeit und den aktuellen Stand des internationalen Forschungsprojekts. Der Generaldirektor von ITER, Pietro Barabaschi, nahm sich dabei persönlich die Zeit, die Gruppe durch die Anlage zu führen.

Ziel des internationalen Forschungsprojekts ist es, die Energiegewinnung der Sonne durch Fusion, wie sie in der Sonne abläuft, auf der Erde nutzbar zu machen. Bei der Fusion verschmelzen leichte Atomkerne miteinander und setzen dabei große Mengen an Energie frei. Gelingt es, diesen Prozess dauerhaft und wirtschaftlich nutzbar zu machen, könnte die Kernfusion langfristig eine sichere und nahezu unerschöpfliche Energiequelle mit sehr geringen CO₂-Emissionen werden. Auch für Deutschland ist die Fusionsforschung von großer Bedeutung. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse und technologischen Entwicklungen aus ITER können insbesondere für die zahlreichen deutschen Fusions-Start-ups auch für die wachsende deutsche Fusionswirtschaft wichtige Impulse liefern. Gleichzeitig wird die Fusionsforschung auch in Deutschland im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland gezielt gefördert.

Besonders beeindruckt zeigte sich Silke Launert davon, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Ingenieurinnen und Ingenieure aus zahlreichen Ländern bei ITER gemeinsam arbeiten. Dabei kam sie auch in den Austausch mit den deutschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Der Austausch hat eindrucksvoll gezeigt, mit welcher Begeisterung, Kompetenz und Überzeugung sie an diesem Jahrhundertprojekt arbeiten“, betonte sie. Denn internationale Zusammenarbeit, Forschung und Innovation sind entscheidend, um die Energieversorgung der Zukunft zu gestalten.